Dienstag, 28. Juli 2020

Wo sehe ich mich in 5 Jahren?

In der vergangenen Nacht setzte ich, nach einer ordentlichen Zeichenzahlkürzung ein Ende unter die neuste Kurzgeschichte. Bevor ich mich nun wieder an die Romanarbeit mache, ist es endlich mal wieder Zeit für einen neuen Beitrag für die Federspurenseite. Hierzu möchte das Thema des #Autorensonntags auf Instagram noch einmal aufgreifen. 



Wo sehe ich mich in 5 Jahren? Wofür kämpfe ich?

Dieses Thema brachte mich zum Nachdenken. Nur wenige Tage zuvor, wurde ich gefragt, warum ich nicht in der Sendereihe über Autor*innen, Slammer*innen und Lyriker*innen in einem auf einem regionalen Sender dabei wäre. Und wie man überhaupt zu solchen Formaten kommen würde. »Wie werden die auf solche Leute aufmerksam?« Die Frage war schwer zu beantworten, denn ich weiß es nicht. Meine Vermutungen gingen in verschiedene Richtungen. Bei einer, bin ich mir jedoch sicher: Die Autor*innen, die man dort sieht sind präsent – Im Netz, auf Veranstaltungen, bei Aktionen. Sie posten regelmäßig. Auch wenn sie keine unglaublich bekannten Persönlichkeiten sind, bleiben sie so im Gedächtnis und machen auf sich aufmerksam. Die Großen der Branche sind eher weniger aktiv, aber, tja, dass müssen sie auch nicht / nicht mehr. Da läufts von ganz alleine. Doch wie machen die Schreibenden um mich herum das nur? Ich versuche es, doch möchte ich nicht ständig, dass Handy in der Hand halten und somit ein schlechtes Beispiel für meine Kids sein. Meine Kinder haben verstanden: Mama am Laptop – Arbeit. Aber das Handy wird noch nicht als Arbeitsmittel angesehen. Schon wieder schaut sie auf ihr Handy ... Oder denkt ihr, wenn ihr eine Mutter (oder Vater) auf dem Spielplatz sieht, die in ihr Handy guckt: »Fleißiges Menschlein!« Gewiss nicht oder? Nein, da kommen andere Gedanken auf. Ich kanns verstehen, ist ja bei mir auch so. Und genau das möchte ich vermeiden. Oder mache ich mir zu viele Gedanken? Denn das Handy ist nunmal ein Grundarbeitsmittel und sei es nur um nebenbei Notizen für den Roman zu machen oder halt zu posten, um nicht unterzugehen. Also, wie machen sie das alle nur? So präsent zu sein neben all den anderen Dingen die gerockt werden müssen: Brotjob, Familie, Haushalt und und und. Vielleicht bin ich nicht dafür gemacht, aber meine Schreibleidenschaft und der Wunsch zu veröffentlichen und meine Geschichten zu teilen sind so groß.


Also, wo sehe ich mich in 5 Jahren? Wofür kämpfe ich?


Mein Beitrag auf Instagram:

Heute habe ich viele Posts zum Autorensonntag gelesen und lange überlegt mitzumachen. Viele der Autor*innen sind mir Schritte voraus und doch haben sie ähnliche Ziele wie ich? Das passt nicht zusammen. Dann ärgert es mich wieder, dass ich mich vergleiche und mich so herunterziehe. Es ist schwer, in dieser Branche voranzukommen, wenn man wie ich, es nicht schafft, stets präsent zu sein – auf Messen, Conventions oder auch im World Wide Web. Ich versuche es ja in der Onlinewelt - doch scheitere ich erfolgreich. Aber was hat das schon mit meinen Zielen / Wünschen zu tun? Nichts! Ich darf auch träumen und meine (wenn auch vielleicht) unerreichbaren Ziele haben. Ist nicht der Weg das wirkliche Ziel?

Zukunftsmusik - wo will ich in fünf Jahren sein?
Wofür kämpfe ich?
Ich möchte schreiben. Nicht nur für mich. Ich möchte veröffentlichen, gelesen werden, weil ich das Bedürfnis habe, meine Geschichten, meine Ideen, meine Leidenschaft mit euch zu teilen.
Ich möchte eine Literaturagentur finden. Ich will meine Berufung zum Beruf machen und mit tollen Büchermenschen zusammenarbeiten. Ich kämpfe dafür, das meine »Quallenkinder« in den Bücherläden stehen, mit einem großartigen Cover und dann ziehe ich die Menschen in den Bann des Blaus. Ich kämpfe für die Erfüllung meiner Träume. Ob mir das in den nächsten 5 Jahren gelingt, ist fraglich, aber das Wichtigste ist doch an sich selbst zu glauben!

An sich selbst glauben. Ja, das ist wahrlich das Wichtigste, aber auch das Schwerste. Ich weiß, es liegt noch viel Arbeit vor mir – dann mal los!

Eure Feder

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