Montag, 13. August 2018

Schreiben zwischen Windelwechseln & Motzraketen

Um den Federspurenblog ein wenig aufleben zu lassen, möchte ich ab sofort ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Wie ist das bei mir so? Wie läuft das ab, wenn die Feder schreiben will, aber Daune und Flaum nebenbei herumwuseln? Wie habe ich es geschafft neue Motivation und Energie für das Schreiben zu finden? Wann arbeite ich und wann verzweifle ich? Habt ihr Lust mich ein wenig zu begleiten?


Mama mit Feder
Teil I.

Vom Planen und Nichteinhalten & Improvisieren

Wie ich im letzten Eintrag schrieb, kann ich nicht ausmachen, was genau der Auslöser war, dass ich wieder sage: Ja, ich bin Autorin! Ob es die Ausschreibung des Burgenweltverlags war? Denn kurz vor Abgabeschluss habe ich mich gezwungen, trotz Müdigkeit, abends, als die Kinder geschlafen haben, an den Laptop zu setzen. Seitdem gab es keinen Tag mehr, an dem ich nicht wenigstens versucht habe, ein paar Sätze ins Dokument zu bannen. Doch wie schaffe ich es das Pensum zu steigern? Planen? Tja, planen kann man, aber das Einhalten ist fast unmöglich. So plante ich zum mit hoher Motivation eine kurze frühmorgendliche Arbeitsrunde, vor der Kinderweckzeit, um in aller Ruhe, mit einer Tasse Kaffee den Tag schreibend zu beginnen. Das Aufstehen überstanden, war ich voller Energie und Vorfreude, doch dann:
»Daaaaa!« Das war die Stimme meines kleinen Mädchens, das just in diesem Augenblick wach wurde und mir sofort mitteilte, das der Tag nach ihrer Nase startet. In Ordnung, dachte ich, dann halt mit dem Flaum. Während Kind 2 sich im Wohnzimmer beschäftigte, startete ich den Laptop. Los gehts, aber da hörte ich bereits die tippelnden Schritte von Schritte von Kind 1, das mit Kuscheltier im Arm die Treppe herunter kam. Herrgott noch mal! Sonst wachen die nie so früh auf!

Und so ging es die nächsten Vormittage weiter. Egal wie spät die Kids einschliefen, am Morgen waren sie fit wie ein Turnschuh und mit dem »Vor-dem-Kindergarten-Schreiben« hatte es sich erledigt. Wie also solls weitergehen?

Thema: Improvisation! Oder auch: Back to the Roots!

Ab sofort ist das Notizbuch mit Stift immer mit am Start und in jeder möglichen Situation versuche ich, Ideen und Gedankensplitter niederzuschreiben. Ob auf dem Spielplatz, im parkenden Auto, während dem Kochen und und und. Hört sich jetzt wahnsinnig viel an, ist es leider nicht. Aber nur so komme ich voran. Auch werde ich mir angewöhnen den Laptop wieder stets tippbereit zu halten, wenn ich zu Hause bin. So kann ich auch kurze freie Minuen für den ein oder anderen Absatz nutzen.
Beschäftigt sich das Baby super alleine: Ran an die Tasten. Auch der böse Haushalt darf mal Haushalt sein und bleiben ... Der Abwasch kann warten, die perfekte Formulierung nicht!

Doch herje ... Ich merke, ich bin null organisiert. Und das seit der Geburt unserer Tochter und Vorallem seit dem großen Umzug. Noch immer habe ich meine Bürosachen nicht alle an einem Fleck. Was daran liegt, dass ich kein eigenes Zimmer für habe. Bis vor kurzem nicht mal ein Schreibtisch, an den ich mich setzten konnte, obwohl wir uns ja um einiges vergrößert haben.

Ich freu mich auf nächstes Jahr, denn da wird ein Träumchen wahr: Mein eigenes, kleines Schreibzimmer!

Bis dahin heißt es improvisieren, improvisieren, insbesondere organisieren.
Kreative Ordnung, ein Muss.
Ich fang dann mal an!

Eure Feder

Mittwoch, 8. August 2018

Liebe Leser der Federspuren,

endlich ist es soweit: Ich habe die Feder wieder in die Hand genommen
und es ist ein tolles Gefühl etwas zu Papier zu bringen, Gedankensplitter und Ideen niederzuschreiben. Meine Zeit dazu ist weiterhin nicht so leicht frei wählbar und auch begrenzt, nichtsdestotrotz ist etwas passiert, was ich nicht erklären kann. Erst vor wenigen Wochen sagte ich: "Ich gebe es auf. Es hat keinen Sinn. Am besten lösche ich die Federspuren, kratze die Werbeaufkleber von den Autos und ... lass es Vergangenheit sein. Und das war ehrlich gemeint.

Durch das wenige Schreiben und auch die lange Abwesenheit im Autorenforum, sowie die geringe Aktivität auf Facebook, habe ich mich ungewollt meiner Welt distanziert, was mir beim letzten Conventionbesuch schmerzlich bewusst wurde. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie andere das machen, die ebenfalls kleine Kinder haben und oft auch noch ihrem Brotjob nachgehen. Doch diese Grübelei ist jetzt vorbei. Ich bin keine Schnellschreiberin, kann es nur in meinem eigenen Tempo, dass sich mit meinem Leben vereinbaren lässt und das ist gut so!

Ich gehe meinen Neustart: Schreiben! langsam an und beginne mit Kurzgeschichten für die ein oder andere Ausschreibung, welche mich vom Thema her motivieren. Ich muss wieder in Übung kommen, denn es ist so: Das Schreiben ist ein Handwerk. Man kann es vielleicht nicht verlernen, aber die Finger fliegen nicht mehr mit so viel Leichtigkeit über die Tastatur. So kann ich mich nun warmschreiben, damit ich endlich bereit für ein neues Romanprojekt bin oder sogar ein altes aus der Schublade ziehe. Die Korsarentochter hat längst angeklopft und gefragt, ob wir es noch einmal miteinander versuchen. Ebenso hat der silberne Berg zu mir gesprochen, um mir mitzuteilen, dass die Idee zur Story alles andere als schlecht gewesen war. Daher stehen auch Lucille & Fynn zur Verfügung.
Möglichkeiten und kreative Ideen sind also in Hülle und Fülle vorhanden
.

Eure Feder