Samstag, 2. März 2019

Der Seelenfahnder und eine neue Kurzgeschichte

Ich hinke mal wieder ordentlich hinterher in Sachen Bloggen. Tja, da bin ich wohl eine ziemliche Niete. Ich könnte euch jetzt erzählen, was alles so dazu beigetragen hat, dass ich mich seit Anfang Januar hier nicht mehr zu Wort gemeldet habe, aber das interessiert euch bestimmt ziemlich wenig. Denn zum Glück gibt es ja noch andere Mittel und Wege mich ein bisschen zu begleiten. Dank Facebook, Instagram oder Twitter. Aber auch diese Kanäle müssen gepflegt werden und das bedeutet echt viel Arbeit. Da frage ich mich sehr oft, wie das andere so scheinbar locker alles unter einen Hut bekommen. Aber egal. Lasst uns zum Wesentlichen zurückkehren: Der Schreiberei.

Ich musste aus verschiedenen Gründen ein bisschen auf die Bremse drücken, aber nach ein paar Runden im lockeren Gang geht‘s auch wieder mit Vollgas weiter.

In Sachen "Azurum" habe ich wieder weitergesponnen und den Charakter Lily noch ein wenig ausgebaut und eine interessante Vergangenheit drangehängt, mit der sie immer wieder konfrontiert wird.Zudem schreibe ich an einer Historischen Geschichte für eine ganz tolle Ausschreibung, die ich mir keinesfalls entgehen lassen kann. Es wird mörderisch!


Auf Facebook haben es ein paar von euch schon mitbekommen: Im letzten Jahr habe ich die Kurzgeschichte "Der Weltenfahnder und das Mädchen" für den Kurzgeschichtenwettbewerb der Buchhandlung Bärsch in Flörsheim geschrieben. Das Thema "Ein Wandler zwischen den Welten" hat mich sofort inspiriert und die Idee für meinen Fahnder war sehr schnell gesponnen. Nicht nur meine Betaleser und ich mochten die Geschichte direkt, auch die Jury des Wettbewerbs konnte sie überzeugen. Ich freue mich sehr über den ersten Platz und auch die zuckersüße kleine Anthologie. Diese beinhaltet die 3 Siegergeschichten sowie 2 weitere tolle Geschichten. Die Anthologie gibt es nicht zu kaufen. Sie liegt kostenlos im Buchladen Bärsch aus. Also, wer von euch in der Nähe ist, schaut doch mal vorbei ;-) Für alle die, die zu weit weg wohnen und trotzdem gerne wissen möchten, was es mit dem Seelenfahnder auf sich hat: Schaut mal unter "Onlinetexte", dort findet ihr die Geschichte zum Lesen. Viel Spaß.


Habt ein schönes Wochenende

Eure Feder


Dienstag, 8. Januar 2019

Azurum & mein Schreibjahr 2019

Hallo und ein glückliches neue Jahr an alle. Ich hoffe ihr seid gut rein gekommen.

Nachdem meine Weihnachtszeit nicht gerade mit Glück gesegnet war und das Jahr dementsprechend nicht so zu Ende ging, ich ich es mir erhofft hatte, möchte ich nun gleich zu Beginn ordentlich durchstarten. Meine Motivation ist hoch und die ersten Rückmeldungen meiner Testleser zum ersten Kapitel von "Azurum" waren durchweg positiv. Das beflügelt natürlich und gibt Mut und Kraft weiterzumachen. Ja, ich habe es im Gefühl. Dieses Jahr, werde ich einiges schaffen, was das Schreiben angeht und privat stehen auch ein paar Projekte bereits in den Startlöchern. Alles scharrt mit den Hufen und möchte angepackt werden. Also von Langeweile kann im Hause der Feder mal wieder keine Rede sein. Doch nun höre ich mal auf zu Quasseln und erzähle euch lieber von meinem Großprojekt, meinem Roman, den ich 2019 schreiben möchte ... Korrektur: schreiben werde!

Azurum (Arbeitstitel) gehört zum Genre Urban Fa ... äh, nein ... Azurum ist ... Hm ... Oh weh, diesmal ist es deutlich schwerer die Story in eine "Schublade" zu stecken. Irgendwie ist es eine ordentliche Mischung aus verschiedenen Subgenre der Fantasy. Nimmt man es genau ist Azurum:

Crossworld Urban Coming Of Age Fantasy

Hört sich verdammt stark an oder eher kompliziert? Dann belassen wir es der Einfachheit halber bei Urban Fantasy. Das trifft es noch am ehesten.
Wie der Name schon etwas verrät, wird die Farbe Blau immer wieder im Skript auftauchen und eine große Bedeutung bekommen. Eine weitere wichtige Komponente werden Tiefseequallen haben und Menschen deren Träume und wahre Berufungen durch Ketten der Realität, unserer heutigen Gesellschaft gefangen sind.

Warum Blau?
Weil Blau eine richtig spannende Farbe ist. Blau steht für Frieden und Harmonie aber ebenso für Distanz und Sachlichkeit. Blau ist nicht selbstverständlich und wurde von Da Vinci sogar als immateriell / metaphysisch bezeichnet. Auch bei Homer war das Meer nicht blau sondern "weindunkel". Er hatte einfach kein Wort für diese Farbe. Blau, wie wir es kennen, kommt in der Natur sehr selten vor. Und meist ist es dann nicht wirklich blau sondern eher violett. Ein Grund mehr dieser Farbe eine ganz spezielle Aufgabe zu geben.

Und warum Quallen?
Weil sie mir Angst machen

Bevor ich nun wieder in die "Blaue Welt" eintauche, bekommt ihr von mir ein kleines Zitat, das euch hoffentlich gefällt und neugierig macht.





Eure Feder


Donnerstag, 29. November 2018

Das Ding mit dem Plotten (Mama schreibt IV.)

In einem Zitat von Mark Twain heißt es:
"Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen."
Alleine das mit dem Weglassen der falschen Wörter ist nicht gerade leicht. Aber Schreiben ist meiner Meinung nach noch viel mehr und noch viel schwerer.


Ohne Plan


Meine allerersten Geschichten habe ich ohne Konzept geschrieben. Ich hatte meine Ideen komplett freien Lauf gelassen und drauflos geschrieben. Ein Hosenbodenschreiber war ich also. Hört sich doch gar nicht so schlecht an, wenn man bedenkt dass einige Autoren mit großen Namen ebenfalls so arbeiten. Ein Beispiel ist Lee Child (Jack Reacher-Romane). Auch George R. R. Martin soll einer von diesen Schreibern sein, ebenso Stephen King. Wobei ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann bei einem Werk wie "Das Lied von Eis und Feuer". Sie gehen von einer anregenden Ausgangssituation aus und der eigentliche Verlauf ergibt sich mit dem Schreiben. Herrlich. So will ich das auch machen können. So würde es mir am meisten Spaß machen, doch so geht es einfach nicht mehr.


Doch was ist überhaupt Plotten?

Da ich weiß, dass einige Leute mitlesen, die nicht so in der Materie verankert sind, möchte ich kurz darauf zu sprechen / schreiben kommen ;)
Beim literarischen Plotten (aus dem Englischen = Plan) ist natürlich nicht der Kurvenschreiber, also das technische Gerät gemeint, sondern der Grundriss, das Gerüst der Geschichte. Der Plot konzentriert sich auf die schlüssige Verknüpfung von Geschehnissen der Geschichte. Er ist in erster Linie für den Autor wichtig, nicht für den Leser. Der Autor plant Charaktere, Orte, Verwicklungen, Erklärungen, Spannungsbogen und alles, was sonst noch dazu gehört.

Ich selbst bin kein großer Fan von dieser Arbeit. Bei neuen Ideen kribbelt es viel zu sehr in den Fingern. Schreiben möchte ich und nicht erst jede Einzelheit planen, was bei mir eh schief gehen würde. Denn oft genug ist es schon vorgekommen, dass die Charaktere mir den Mittelfinger zeigen und ihren eigenen Weg gehen. Und ich bin ehrlich gesagt, nicht stark genug sie auf ihren eigentlichen Weg zurückzudrängen.


Ganz am Anfang

Aktuell stehe ich wieder ganz am Anfang. Am Anfang eines neuen Romans. Eine Idee hat mich gefesselt. Ein ähnliches Gefühl hatte ich das letzte Mal beim Schreiben der Engeldatei (Dastan) und das ist lange her. Vieles hat sich geändert. Ich bin mittlerweile Zweifachmama und meine Zeit zum Schreiben ist geschrumpft. Für ein neues Romanskript musste ich mir also etwas Neues einfallen lassen, dass mir hilft, auch nach ein paar Tagen Schreibabstinenz problemlos und stressfrei die Arbeit fortsetzen zu können. Denn nichts ist schlimmer als nicht mehr richtig ins Skript zurückzufinden bzw. 100 Seiten erst noch einmal durchlesen zu müssen, bevor es weitergehen kann.

Dastan: Rebellion der Engel und auch die die Hexe von Crumbach wurden geplottet. Gerade bei Dastan, wo es mehrere Welten gibt, war es für mich unumgänglich. Aber ich habe es kurz und knapp gehalten, um genau wie oben erwähnt, die Geschichte größtenteils beim Schreiben entstehen zu lassen. Das funktioniert jetzt nicht mehr. Also doch akribisch planen? Nein, keinesfalls, das geht in die Hose.


Auf die eigene Federart


Sobald die Gedankensplitter zu einer großen Idee herangereift waren und der Kernkonflikt stand, erarbeitete ich mir meine Figuren und grob meine Settings. Danach baute ich mir das Grundgerüst und den ungefähren Kapitelplan auf. Einzelne Szenen notierte bzw. notiere ich, jedoch nicht jeden Wortwechsel. Die ersten Kapitel sind strenger geplant als die darauf folgenden, was mir den Einstieg ins Skript einfacher machen soll. Danach geht es locker weiter, damit sich die Geschichte mit der Rohfassung entwickeln kann.

Wie überall gibt es auch hier Vor- und Nachteile. Beim Nichtplotten ist die Story natürlich frei beweglich in all erdenklichen Richtungen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, jedoch kann man sich auch verdammt einfach verzetteln und sich damit unglaublich viel Arbeit machen. Es gibt viele verschiedene Plot-Werkzeuge und Methoden, doch alleine diese zu lernen und danach haargenau zu gehen ist mir zu anstrengend und ich bin dazu viel zu ungeduldig.


So starte ich nun mit meiner eigenen Strategie in eine aufregende Schreibzeit: