Dienstag, 29. Dezember 2015

Retrospektive 2015


2015 neigt sich dem Ende zu. Silvester steht vor der Tür und ich wage wieder einen Blick über die Schulter. Mein 2015 war sowohl in literarischer, beruflicher und auch in privater Hinsicht aufregend, anstrengend und stressig und dennoch, in der Gesamtheit gesehen, sehr schön! Und erst nachdem ich so drüber nachdenke fällt mir auf, es ist einiges passiert: 

Januar:
  • Todesmallesung bei den Bücherfreunden in Königstädten / Rüsselsheim
Ein Heimspiel mit vielen neugierigen Zuhörern, einem seltsamen Interview und spannenden Gesprächen.



März: 
  • Veröffentlichung (Print & Ebook): Dastan: Rebellion der Engel (Ulrich Burger Verlag)
Endlich!: Mein Erstlingswerk erblickt das Licht der Welt

  • Buchpräsentation »Der Drache Eujeujeu: Und andere Drachengeschichten « im deutschen Drachenmuseum in Lindenfels.
Zwischen zuckersüßen Geschichten von kleinen und großen Autoren befindet sich meine Shortstory »Das Vermächtnis der geflügelten Drachen«, die selbstverständlich in Lindenfels spielt.


April:

  • Hombuch 2015 - Premiere "Dastan" 
Gemeinsam mit meiner Besten (Rowena De Monti) ging es nach Homburg zur saarländischen Buchmesse. Zwei tolle Tage mit vielen tollen Menschen.

  • Wohnzimmerlesung
Ich lag im Jahr 2014 als Geschenk unterm Weihnachtsbaum. Die Einlösung des Gutscheins folgte im April in den heimischen vier Wänden von Herausgeberin der Zimtsternküsse Cat Lewis


Mai:
  • Veröffentlichung "Der Todesritus" / Das Todesmal 2 / (O´Connell press)

Juli
  • Die Hexe ist da!
Und es gibt sie sogar als Hardcover!
"Die Hexe von Crumbach" vereint meine zwei mystischen Novellen »Das Todesmal« und »Der Todesritus« die bei im Verlag O´Connell Press erschienen sind.


August:

  • Wiedereinstieg ins Brotjobleben nach 1,5 Jahren Elternzeit
  • Die Federspuren erstmals im Radio


September:

  • Lesung im »Kapitel 43«
aus Dastan und "Die Hexe von Crumbach"



Oktober:
  • Buchmesse Convent in Dreieich
Das Highlight eines jeden Jahres



Dezember:
  • "Sternenglück" zu Weihnachten
Die Weihnachtsanthologie "Zimtsternküsse" mit meiner Geschichte "Sternenglück" (Amrun Verlag) erblickt das Licht der Welt.



Das Nebenbei:


Das mit dem Nebenbei ist ja so eine Sache. Früher, also vor der Daunenkindzeit, konnte ich nebenbei (also neben einem Großprojekt) Kurzgeschichten schreiben. Jetzt sehe ich das zusätzliche Schreiben von Shortstorys als Luxus an, denn sobald Schreibzeit ist, muss ich mein Hauptaugenmerk auf die großen Projekte legen. Über die fehlende Zeit meckere ich sehr oft, doch dann sehe ich in diese blauen Kleinkinderaugen und schon wird mir wieder klar, warum das Nebenbei sich so verändert hat. Und trotzdem gab es auch 2015 so eine Art Nebenbei:

Meine historische Piratengeschichte hat Formen angenommen. Sie ist gewachsen, nicht nur mir ans Herz, sondern auch in der Anzahl ihrer Normseiten. Aber es wuchsen auch die Zweifel. Ich liebe diese Geschichte, doch stelle ich mir auch die Frage: Ist sie gut genug? Wann wird die Piratin überhaupt fertig werden und wird der Verlag sie mögen? Fragen über Fragen fahren Achterbahn in meinem Kopf. Anstrengend ist das, sag ich euch.

An einem Nachmittag, kurz nach Feierabend, hat sich etwas Seltsames ereignet:
Ich habe in nur einer Stunde (das ist für mich extrem schnell) eine Kinderkurzgeschichte geschrieben! Eine K i n d e r Geschichte. Ja, tatsächlich. Ungewöhnlich, aber es hat Spaß gemacht und Frederik, der kleine Fuchs und der "böse" Waldschrat sind bisher bei den Testlesern sehr gut angekommen.

Zwei Kurzgeschichten sind aktuell noch in der Planung. Eine davon hat etwas mit dem Rand der Welt und die andere mit einer grünen Flüssigkeit zu tun. Zu beiden Storys habe ich jeweils eine passende Ausschreibung ins Auge gefasst, wäre da nicht schon wieder das Problem mit der "Zeit".

Im neuen Jahr habe ich mir so einiges vorgenommen...

Ach, was ein Quatsch. Jedes Jahr nehme ich mir das gleiche vor: Mehr Schreiben, schneller Schreiben; insbesondere eine Meisterleistung in Sachen Spargat zwischen Job, Familie und der Schreiberei. Ein Ding der Unmöglichkeit, daher habe ich dieses Jahr etwas anderes vorbereitet: Und zwar eine Motivationshilfe. Danke dem Daunenkindpapa, der mir eine alte Tabelle gepimpt hat, in der ich ab 2016 meine geschriebenen Wortzahlen dokumentieren werde. Ein Mindestziel ist gesetzt und die Hoffnung groß, dass dies ein lang anhaltender Anreiz ist, das Jahr 2016 zu einem neuen Schreibjahr zu machen. Es stehen keine Veröffentlichungen an (das erste Mal seit 2011) und daher bleibt theoretisch gesehen Zeit für laufende Projekte.

Bei all den Dingen, von denen ich soeben in meinem Rückblick berichtete, hatten ein paar von Euch ihre Finger mit im Spiel. Und damit meine ich nicht nur meine engsten Vertrauten und Freunde, sondern auch Verleger, Lektoren, Blogger sowie Freunde und Bekannte aus dem www, sowie Messen und Convents. Manchmal sind es die ganz einfachen Gespräche, die einen beflügeln weiterzumachen und nicht zu verzweifeln, wenn die Erfolge nicht die sind, die man sich aus tiefstem Herzen gewünscht hat.
Ihr habt mich begleitet, mit mir mitgefiebert, mir ins Gewissen geredet, mit Mut gemacht und Hoffnung gegeben. Ihr habt mir vertraut und seid meinen Weg mit mir gegangen. Und ich weiß, dass viele von Euch diesem Pfad weiter mit mir gehen. Dafür möchte ich euch von ganzem Herzen danken.




Danke auch an meine Leser. Meine Leser? Das hört sich irgendwie seltsam an, aber auch wenn ich Leserzahlen, wie andere Autoren sie zählen, noch laaaaange nicht erreicht habe, gibt es sie: Menschen, die meinen Federspuren folgen und meine Geschichten lesen. Ein bisschen verrückt ist das schon. Daher auch ein Euch ein großes und dickes Dankeschön!


Und jetzt wünsche ich Euch alles einen ganz großartigen Start in das Jahr 2016!

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