Mittwoch, 1. April 2015

HomBuch 2015 (Ein Rückblick)

Aus den Lautsprechern dringen die Klänge des neuen Nightwish-Albums Endless Forms Most Beautiful. Die Sonne scheint und die Autobahn ist frei.
Wir sind auf dem Weg ins Saarland – Homburg – wo heute die "Hombuch" (5. saarländische Buchmesse) startet. Noch ringe ich mit meinen vielen Gefühlen, die nicht aufhören Achterbahn zu fahren. Bald werde ich meine "Engel" endlich zwischen zwei Buchdeckeln in den Händen halten. Große Vorfreude, doch habe ich für dieses Wochenende, das ich mit meiner Freundin gemeinsam verbringe, meinen Mann und meine kleine Daune zu Hause zurückgelassen. Mein Söhnchen war in besten Händen und doch fühlte es sich seltsam an, mein Baby nicht bei mir zu wissen. Der Verkehr stockt. Wir kommen immer langsamer voran und dann stehen wir tatsächlich in einem kilometerlangen Stau. Der Abstand meiner Blicke auf die Digitaluhr des Autos werden kürzer. Zu meiner eigenen Lesung werden wir es ja noch rechtzeitig schaffen, aber die Verleihung des HomBuchPreises könnte in Gefahr geraten. Die Befürchtungen aber lösten sich schnell in Luft auf, als wir endlich die Stadtgrenze von Homburg passierten und das Hotel Euler sofort fanden.
Ein wirklich herzliches Hotel, sauber und freundlich, das uns ganz gewiss im nächsten Jahr wieder beherbergen wird. Nach nicht ganz fünf Minuten Fußweg war das Kulturzentrum Saalbau erreicht – pünktlich zur Preisverleihung .

Die Preisträger des diesjährigen HomBuchPreises: Nicole Kolling im Bereich Belletristik, Sebastian Fitzek im Genre Krimi (leider nicht vor Ort, aber es gab einen Dank per Video-Botschaft), Michaela Knospe bei den Kinder- und Jugendbüchern, Ann-Kathrin Karschnick im Genre Fantasy und der Ulrich-Burger-Verlag in der Kategorie beste Anthologie.

Die Premierenlesung mit Dastan fand um 14:45 Uhr im Saal 1 der Location statt. Da direkt zuvor die Preisverleihung stattgefunden hatte und danach – was ja klar ist – noch viel beglückwünscht und geredet wurde, geriet meine Lesung erst einmal ein wenig in Vergessenheit und ich glaubte schon, vor nicht mehr als 4 Zuhörern lesen zu müssen. Doch dann erfolgte noch eine Durchsage im Hauptsaal und die Stühle füllten sich nach und nach. So konnte ich doch vor ca. 25 Zuhörern ein wenig aus Dastan lesen.



Obwohl ich kein Frischling mehr bin, war ich wahnsinnig aufgeregt und auch am Ende der Lesung nicht zufrieden mit mir. Ob es daran lag, dass zwei Lesungsgäste zwischendurch den Saal verlassen haben oder weil ich wusste, dass ich zu schnell vorgetragen habe? Vermutlich lag es aber eher an Dastan selbst. Denn entweder liebt oder hasst man diesen Engel. Aber im Ernst: Warum sollte ich hier nur die tollen Seiten des Autorendaseins beleuchten. Nein, es gibt auch unschöne Momente. Zum Beispiel eine Lesung, mit der man nicht so zufrieden war.
Doch weitere Dastanpräsentationen werden folgen und dann bin ich wieder ganz die Alte!
Nach diesem Termin und der abgefallenen Nervosität genoss ich die Messe in vollen Zügen. Es war an der Zeit Freunde und Bekannte zu begrüßen und zu herzen. Und nebenbei lernt man ganz schnell auch neue Leute kennen. Was wuseln denn da auch für tolle Menschen herum.
An dieser Stelle möchte ich ganz lieb Napolde von Fairy Pearls grüßen und vorstellen: Fairy Pearls
Mich begeisterte sofort ihrer Arbeit und widerstehen konnte ich natürlich auch nicht. Und so kam es, dass ich eine Idee übernahm und das winzige, handgefertigte Büchlein als Erinnerungsalbum nutzte. Trotz des Gebrauchs von mehreren Seiten ist das Büchlein nicht gänzlich gefüllt und schreit danach, auch im Jahr 2016 mit nach Homburg zu reisen.

Meine erste Signatur gab es für Juliane Seidel, die Dastan schon eine Weile kennt und nun ein Rezensionsexemplar erhalten hat. Sie bat mich, um eine Zeichnung, da sie mir auch immer eine hinterlässt. Ich? Zeichnen? "Ein Strichmännchen reicht", meinte sie. Tja, und die bekam sie dann auch:
 
Die Zeit vergeht auf Messen und Conventions immer wie im Fluge. So auch auf der HomBuch. Mein Magen fing langsam an zu rebellieren. Hunger! Also machten wir uns auf die Suche nach einem ordentlichen Restaurant. Wir landeten – wie wohl die Meisten – im Homburger Brauhaus, wo wir sehr lecker gegessen und ein paar Drinks genossen haben (mit Spezialeffekt durch eine beinahe defekte Glühbirne / Disco! Party!). Der Abend endete mit einem ordentlichen Prost auf Dastan, der die Erlaubnis bekam, mit mir im Bett zu kuscheln.

Nach einer unruhigen Nacht und einem stärkenden Frühstück widmete ich mich auf der Messe dem Kauf von Büchern, Schmuck und Losen. Nachdem ich bei den Losen wenig erfolgreich war und nur Pfefferminzbonbons abstauben konnte, steuerte ich den Verlagstisch des UBV an, wo zwischen dem Lemmes und dem Sternenpfad Dastan auf das ein oder andere neue zu Hause wartete.

Am frühen Nachmittag machten wir uns aufgrund meiner wachsenden Sehnsucht nach Mann und Baby wieder auf den Weg ins Hessenland.



Für mich persönlich war es ein erfolgreiches, spannendes und lustiges Wochenende, das in Erinnerung bleiben wird.


Nun also ist Dastan auf dem Markt
Er gehört nicht mehr mir allein
Sondern, wenn ihr mögt, auch euch.


Ich wünsche meinen Lesern viel Spannung und Spaß mit dem etwas anderen Schutzengel und seinem etwas anderen Menschen.


 

Mehr Bilder von der Messe findet ihr auf meiner Facebooks Seite:
Facebook Federspuren "HomBuchBilder"



Und jetzt muss ich noch Dankeschöns los werden

Als erstes an meine Freundin Sanne, die mit mir dieses Wochenende in Homburg verbracht hat und mich immer so sehr unterstützt, dass mir die Worte fehlen. Ach ja: Danke fürs Klowasser ;)

Danke an meinen Verleger Ulrich Burger und seine Frau Kristin. Ihr seid mir so ans Herz gewachsen. Danke fürs Vertrauen.



Kommentare:

  1. Dastan ist schon gelesen und gemocht worden :D.
    Eine Rezi auf dem Blog (und danach auf ein paar weiteren Kanälen) kommt die Tage. Entweder Freitag oder Dienstag auf dem Blog, beim Rest weiß ich noch nicht.
    Glückwunsch zu deiner Veröffentlichung und noch viel Freude mit diesem rebellischen Engel!

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Evanesca.
    Vielen Dank für deinen Kommentar.
    "... und gemocht worden" hört sich schon mal sehr gut an. Jetzt bin ich sehr gespannt auf dein Urteil.
    Herzliche Grüße
    Stefanie

    AntwortenLöschen