Sonntag, 22. September 2013

Sich geschlagen geben heißt nicht gleich aufgeben

In manchen Zeiten geht es leicht von der Hand, in anderen scheint das Schreiben quälend voranzugehen, oder gar nicht.
Bei Großprojekten wie einen Roman gibt es ebenfalls solche Strecken, die bewältigt werden müssen. Das kennen die meisten Autoren. Auch ich habe diese Phasen in meinen beendeten Romanen durchgemacht und mich wortwörtlich gequält. Manchmal legte ich eine kreative Pause ein, ab und an zog ich es in einem Stück durch. Bei Kurzgeschichten jedoch, hat sich meine Meinung geändert. Ja, auch hierbei gab es eine Zeit, in der ich auf Teufel komm raus eine Story für eine Ausschreibung fertigbekommen wollte und es tat. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Diese Zeit ist vorbei. Ich muss zugeben, dass es ein wenig schmerzt, nun schon die zweite interessante Ausschreibung in Folge nicht mitzumachen bzw. das Handtuch zu werfen, aber was bringt es mir, wenn ich mich weiter quäle, keinen Spaß an der Geschichte habe und die Deadline näher rückt? Nein, ich bin eine kleine Autorin aus Leidenschaft und das will ich auch bleiben. Cest la vie und goodbye! Nun nicht nur für das bereits weit hinter mir liegende "Intergalaktische Seemannsgarn", sondern ebenfalls die "Irrlichter". Die Idee für die Irrlichtgeschichte verfolgt mich seit Monaten und dann kam auch noch die passende Ausschreibung des Torsten Low Verlags. Nach fünf Ansätzen gab ich die Geschichte auf. Es läuft zurzeit einfach nicht. Doch was solls, es wird schließlich weitere tolle Wettbewerbe geben, das Jahr ist noch nicht zu Ende.

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht lange ohne eine Kurzgeschichtenherausforderung auskomme. "Winterwunderland" heißt daher mein neues Motto, unter dem ich mich mal wieder an einer lyrischen und tiefsinnigen Story versuche. Ich hoffe natürlich, dass ich nicht erneut fünf Anläufe benötige ;)
Auf in die nächste Schreibsession!

Kommentare:

  1. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es mit Winterwunderland diesmal klappt. Und die Durststrecke geht vorbei. Du kommst ganz bestimmt bald wieder an eine saftige Oase *drück*

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  2. Es ist immer unangenehm - tief im Inneren vor allem - wenn man eine Geschichte, die vielleicht schon fast fertig ist, aufgibt. Aber das zeigt doch, dass dir die Qualität deiner Wortsammlungen in Textform enorm wichtig ist. Und deine Entscheidung, so schmerzhaft sie auch gewesen sein muss, ist eine aus Hingabe zu deiner Gabe getroffene, oder?
    Aber ist es nicht schön zu sehen, dass man nicht alleine mit einem solchen Problem zu kämpfen hat?
    Kenne das auch. Deshalb von mir auch gedrückte Daumen für weitere Projekte ...

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