Sonntag, 12. Februar 2012

Abschied von 43 Büchern

Bücher quollen aus den Regalen. Kaum mehr freie Fläche für weitere Literatur. Das geht gar nicht. So fanden über 40 Bücher einen Platz in zwei Kisten, die auf die kleine Reise in ein neues zu Hause gingen.   
Nach meinem letzten Besuch in der Stadtbibliothek war ich so enttäuscht und traurig über die dürftige und veraltete Auswahl in den Regalen, dass wir uns entschlossen eine große Schenkung zu machen. Die Dame, mit der ich redete, freute sich über meinen Vorschlag, doch als wir diesen Freitag mit den vollen Kisten ankamen, sahen die Ladys der Bücherei sehr überfordert aus. Zwei kurze Telefonate später kam eine Frau auf uns zu, um die Buchgeschenke zu prüfen. Genaustens zu prüfen! Erst nahm sie nur 4 Stück heraus und sagte »Die können wir nehmen«. Vier von über vierzig! Hallo? Und dann nicht einmal welche aus dem Genre der Fantasy und Thriller, an denen es der Bücherei mehr als nur mangelt. Plötzlich sah sie »Das Tagebuch des Teufels« von Nicholas D. Satan. Ein Höllenspektakel, einfach ein humoristisches schwarzes Buch. Aber Frau Bücherei war wohl geschockt erwähnte Satan mehrere Male. »Naja, vielleicht kann man es im Flohmarkt verkaufen«. Ähm, wie bitte?
Zum Schluss jedoch, nahm sie alle Bücher auf ihr hölzernes Wägelchen und sagte: »Da war jetzt nichts dabei, was wir nicht genommen hätten«.
Das hätte ich ihr auch vorher sagen können. Die meisten waren wie neu, ein einziges Mal gelesen oder beinahe noch in der Originalverpackung. Ich habe es kaum für möglich gehalten, aber wir bekamen tatsächlich noch ein kurzes »Danke«.

Das war das erste und letzt Mal, dass ich der Stadtbücherei solch ein Geschenk gemacht habe. Es gibt sicherlich Andere Büchereien die so etwas (was mir auch nicht allzu leicht gefallen ist - welcher Bookoholic gibt gerne ein Teil seiner Sammlung her) mehr zu schätzen wissen.

Das gute an der Sache. Ich habe wieder Platz für neue Bücher!!

Kommentare:

  1. Da gibt man so ne tolle "Spende" her, und dann kriegt man grade so ein Danke.. Traurig ist das =/ .. und grad von der Stadtbibliothek, die doch eh immer jammern und behaupten sie freuen sich über jedes gespendete Buch.. Da sieht mans wieder :(

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  2. Ich wäre ausgerastet D:
    Da gibt man seine Schätze her, mit denen man durch dick und dünn gegangen ist, um einer Bücherei ein wenig weiterzuhelfen, und das kommt dabei heraus? Ein undankbares, leises "Danke" und dann ein Haufen Nörgelei. Respekt, dass du da cool geblieben bist.

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